Fortbildungen für Pflege- und Betreuungskräfte sowie Ehrenamtliche

Worum es mir geht

In meinen Kursen versuche ich den Blick der Teilnehmenden zu weiten – auf sich und andere. So ist es möglich, im anscheinend normalen Alltag eine gewisse Portion Absurdität zu entdecken und sich vielleicht bei einem dieser üblichen, kleinen Probleme nicht zu ärgern, sondern die Komik darin zu entdecken.

Frau Martens, eine zierliche, kleine Dame von knapp 92 Jahren, ist demenziell verwirrt, aber ihre „gute Kinderstube“ hat sie sehr präsent. Der Clown geleitet sie nach dem gemeinsamen Singen immer in den Speiseraum und wartet darauf, dass sie sich setzt. Frau Martens ist manchmal etwas unsicher auf den Beinen. Das dauert, denn als kultivierte Frau verabschiedet sich Frau Martens natürlich im Stehen. Doch soll sie ja sitzen. Endlich, nach drei-, viermaligem „Auf Wiedersehen“ klappt es. Der Clown geht und winkt ihr noch einmal zum Abschied zu. Da erhebt sich Frau Martens und sagt laut: „Ich bring‘ sie noch zur Tür.“

Natürlich kann man sich jetzt ärgern. Viel angenehmer für alle ist es, sich von der Komik der Situation stimulieren zu lassen. Und derart erheitert Frau Martens wieder zum Sitzen zu bewegen. Eben darum geht es in meinen Kursen: Ich leite ein Training an, die Komik des Alltags wahrzunehmen und damit das Gefühl von Überforderung und Hilflosigkeit aufzuweichen. Falls gewünscht, biete ich ausführliche Fallbesprechungen an.

Diese Kurse sind ein Teil meines Angebots. Andere, fachlich abgestimmte Kursthemen für Ihr Haus zu finden, ist jederzeit möglich. Die Kurse können ein- oder zweitägig stattfinden.

 

Kurse

Der Alltag im Altenheim oder in Tagesbetreuungen macht vielen Arbeitskräften zu schaffen: wenig Zeit, viel Arbeit, viel Bürokratie. Das Alles lässt sich mit dieser Fortbildung nicht verändern. Wir werden uns deshalb weder um Strukturen, Vorschriften, Kolleginnen oder Vorgesetzte kümmern. Was wir ändern können ist unser Blick darauf. Aus clownesker Sicht ist manches bürokratische Ärgernis richtig komisch, manche Bewohnerin nicht renitent, sondern voll eigenwilliger Komik.

In diesem Kurs steht ein Perspektivwechsel im Mittelpunkt, mit dem es gelingen kann, die Komik des Alltags (und vielleicht auch bei sich) zu entdecken. Damit gibt es zwar nicht weniger Arbeit, aber sie macht mehr Spaß.

Routine im Pflegealltag, in der Betreuung ist sinnvoll: Beim Waschen oder Essen anreichen hilft Routine. Doch Routine kann auch stören. Ganz unbewusst sind wir manchmal auf Distanz zu denjenigen, die uns anvertraut sind. Dabei hilft guter Kontakt allen. Ganz besonders wichtig ist der bei alten Menschen, die sich nur noch eingeschränkt oder gar nicht mitteilen können. Hier geht es nicht nur um sichtbare Zeichen, sondern auch um Stimmungen. Um die wahrzunehmen, braucht es aber etwas Zeit. Nicht viel, ein, zwei Minuten Innehalten genügen.

In diesem Kurs werden wir üben, uns diese Minuten Zeit zu nehmen sowie unsere Wahrnehmung zu schulen. Und erleben, wie guter Kontakt unsere Zufriedenheit steigern kann.

Ich arbeite vor allem mit Übungen und Spielformen aus Clownerie und Schauspiel. Denn die Bewegung für Körper, Geist und Gemüt stehen im Mittelpunkt des Lernens. Es geht ums tatsächliche Erleben der Teilnehmenden, nicht ums Mitschreiben (kein Power-Point!).

Nicht weniger als acht, nicht mehr als zwanzig (hängt von der Raumgröße ab). Der Raum sollte etwa 100 qm groß und möglichst leer sein

Ich freue mich auf Ihren Anruf. So lässt sich am besten einschätzen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheint oder eher nicht. Auch organisatorische Details lassen sich so am schnellsten klären.