Kurse für Clowns

Worum es mir geht

Eine Clownin, einen Clown zu spielen bedeutet, viel Kontakt zu sich zu haben, zur inneren Spielfreude. Denn eine Clownin, ein Clown spielt mit allem. So lebt das Clownsspiel auch von vielem, was wir sonst vermeiden: Konflikte und peinliche Situationen. Um diese lustvoll anzustreben, braucht es viel Übung. In meinen Kursen üben wir eben dies, zudem spielerisch ehrlich und authentisch. Was anspruchsvoll klingt, ist es auch. Dennoch sind eben dies Ziele meiner Kurse und meines Coachings.

Kurse

Ach, Clown. Der ist doch was für Kinder. Das stimmt. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist der Clown für all diejenigen etwas, die sich zwischen Terminen, Aufgaben und Whatsapp-Kontakten etwas durchs Leben getrieben fühlen. Der Clown bringt uns in Kontakt zu unseren Emotionen und Bedürfnissen, unserer Leichtigkeit und Lebendigkeit.

Doch woher soll der Clown nun kommen? Aus uns! Denn jeder Mensch ist ein Clown – irgendwie. Nur schlummert der seit jenen Kindertagen. Dieser Clown soll wieder wach werden, gut und böse, wild und schüchtern sein, Unsinn machen – und scheitern. Denn dem Clown ist es gleich, ob er oben ist oder unten. Hauptsache, es macht ihm Spaß. Und der Spaß hilft: z.B. uns selbst nicht ganz so ernst zu nehmen. Wenn wir leichter mit uns umgehen können, haben wir auch mehr Leichtigkeit im Umgang mit anderen. Die Kunst, die Absurdität im Alltag zu entdecken, ist erlernbar. Deshalb: Lasst uns ein Wochenende spielen und lachen. Die kleinste Maske der Welt, die rote Nase, hilft dabei.

Zielgruppe: Alle Menschen, die gerne lachen, und besonders solche mit pädagogischen, heilenden, therapeutischen Berufen.


Der Mensch mit Demenz ist ein naher Verwandter des Clowns. Er ist ihm ähnlich, ebenbürtig, manchmal gar überlegen – und auch ganz anders. Je nach Stadium sind Menschen mit Demenz ängstlich, in sich gekehrt, haben eine eingeschränkte Kommunikation. Deshalb sollte man diesen Menschen vorsichtig, leise, zart begegnen. Das fällt uns Clowns schwer, das lernen wir in unserer Ausbildung nicht. Je nach Ausprägung der Demenz muss sich der Clown gar reduzieren bis zum Nichtstun. Geht das? Darf er das? Wir werden das probieren und uns auch in Rollenspielen auf die andere Seite setzen.

Zielgruppe: Clowns, die im Altenheim arbeiten möchten.

Clownerie bei alten Menschen bedeutet: langsam, ruhig, geduldig zu agieren, abwarten können, am besten, ohne Stress zu empfinden. Denn nur in offenen Situationen kann sich zeigen, was von den alten Menschen ausgeht. Dafür bedarf es besonderer Clownfiguren. Clownfiguren, die Authentizität und Wohlwollen verkörpern. Diese Figuren wollen wir gemeinsam finden oder vorhandene modifizieren. Dabei kann helfen, sich vorzustellen, in welcher oft grau-braun-beigen Umgebung eines Altenheims alte Menschen leben. Hier sollen Clowns strahlen, freundlich sein – kurz: Vitalität und Vertrauen signalisieren. Denn bei der Clownerie mit alten Menschen geht es vor allem um eins: Kontakt.

Zielgruppe: Fortgeschrittene Clowns, die bereits Erfahrung in der Arbeit im Altenheim haben. Kein Schnupperkurs!

Als Clowns genießen wir viele Freiheiten. Wir dürfen (fast) alles, müssen (fast) nichts, und dürfen noch Spaß haben. Das macht das Clownsspiel so erfüllend. Dennoch stoßen wir in der Improvisation immer wieder an Grenzen, äußere wie innere: Mal schaut uns das Publikum gelangweilt an, mal spüren wir Stress, etwas Komisches produzieren zu sollen. Das haben wir alle schon erlebt und irgendwie einen Umgang damit gefunden. Doch dieses „irgendwie“ hilft nur bedingt. Das zu verändern und damit die Freiheit und den Spaß im Spiel zu vergrößern – darum geht es bei diesem Kurs.

Zielgruppe: Fortgeschrittene Clowns, kein Schnupperkurs!

Clown zu sein in der Klinik und im Altenheim macht großen Spaß, ist oft genug sogar erfüllend. Manchmal hakt es aber auch, ohne dass wir genau wissen warum. Wir sind verkrampft im Spiel, der Kontakt zur Partnerin, zum Kind will nicht gelingen. Da kann ein Blick von außen hilfreich sein. Deshalb biete ich an, mit in die Klinik, ins Altenheim zu gehen, Euch bei der Arbeit zu beobachten, Rückmeldung zu geben, also zu coachen.

Zielgruppe: Clowns, die in Klinik oder Altenheim arbeiten, Clownsvereine.

Wer möchte, kann gerne bei meiner Arbeit als Clown Albert in einem Frankfurter Altenheim hospitieren.